Betreuung im Wochenbett

Das Wochenbett schließt sich direkt an die Geburt an und umfasst die ersten acht Wochen danach. Dies ist auch die Zeit des gesetzlich festgelegten Mutterschutzes.

Das Wochenbett ist eine ganz besondere Zeit! Sie ist besonders aufregend und ihr hält ein besonderer Zauber inne. Sie bedeutet aber auch besonders viel Veränderung und Neues!

Mit der Geburt beginnt ein ganz bedeutender Prozess bei Mutter und Kind.  Das Neugeborene verlässt seinen warmen, ihn sanft hin und her schauckelnden Heimatort, untermalt mit dem beruhigenden und so vertrautem Herzschlag seiner Mutter und zieht in die Fremde. Ein neuer Ort, in dem das Neugeborene so viel Vertrautheit findet - in den Armen seiner Mutter.
Diese Mama, die sich auch gerade wie ihr Kind in einer ganz aufregenden und sensiblen Phase der Umstellung befindet. Der Körper der Frau erholt sich von Schangerschaft und Geburt, Verletzungen können heilen, Hormone stellen sich um, die Brust wird nun voll und ganz auf Ernährung des Neugeborenen ausgerichtet und die Mutter-Kind-Bindung entsteht und wird gefestigt.                                                                                             
Neben all den Veränderungen kann das Wochenbett aber auch viele Fragen oder sogar Ängste mit sich bringen.

´Nimmt mein Kind ausreichend zu? Habe ich genügend Milch? Warum weint mein Baby?´

Aber auch Unsicherheiten bezüglich der Partnerschaft, der Sexualität, des Familienlebens, können entstehen. Nicht nur für Mutter und Kind bricht eine Zeit der Veränderung an, auch für alle anderen Familienmitglieder beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Partner und Ehemänner werden zu Vätern, Söhne und Töchter werden zu großen Geschwistern.

Die Hebammenhilfe bietet die Möglichkeit diese besondere Zeit des Wochenbettes mit all seinen Fragen in Euerm vertrauten Heim zu begleiten.

Wochenbettbetreuung

Je nach Betreuungsbedarf, der von Frau zu Frau sehr unterschiedlich sein kann, können die Hausbesuche der Wochenbettbetreuung in den ersten Tagen nach der Geburt taglich erfolgen. Spätestens nach dem zehnten Lebenstag des Neugeborenen nehmen die Abstände zwischen den Besuchen in der Regel zu und schleichen sich dann bis zum Ende der Wochenbettzeit aus.

Neben der psychosozialen Begleitung achtet die Hebamme in ihrer Betreuung natürlich besonders auf das Wohlergehen von Mutter und Kind. Neben der Kontrolle der Gebärmutterrückbildung, der Gewichtskontrolle des Neugeborenen, der Beurteilung des Heilungsfortschrittes von mütterlichen Geburtsverletzungen und des kindlichen Nabels, berät die Hebamme bezüglich Stillen, oder Flaschenernährung des Kindes, Neugeborenenpflege und vielem vielem mehr!

Rückbildungsgymnastik

Im Wochenbett bilden sich die durch Schwangerschaft und Geburt bedingten Veränderungen im Körper einer jeden Frau wieder zurück. Rückbildungsgymnastik, die unter anderem auf die Rückbildung des Beckenbodens und der Bauchmuskulatur ausgerichtet ist, unterstützt diesen nätürlichen Prozess. Mögliche Folgen wie Haltungsschäden, Rückenschmerzen, Inkontinenz oder sogar Herabsinken der Beckenorgane und damit verbundenen Schmerzen und Beeinträchtigungen können so vorgebeugt und/oder therapiert werden.

Schon wenige Tage nach der Geburt kannst Du mit den ersten leichten Rückbildungsübungen beginnen. Hier stehen vor allem Übungen im Fokus, die Dir wieder ein Gefühl für Deine Beckenbodenmuskulatur geben sollen.

Sechs bis 12 Wochen nach der Entbindung kannst Du mit einem Rückbildungskurs beginnen. Wann genau Du startest, hängt davon ab, wie es Dir und Deinem Körper geht! Nach einem Kaiserschnitt oder größeren Geburtsverletzungen ist es ratsam mindestens 12 Wochen abzuwarten. Rückbildungsübungen sollten niemals schmerzhaft sein! Treten während oder nach den Übungen Beschwerden auf, so wende Dich bitte umgehen an deine Hebamme!

Die Übungen des Rückbildungskurses sind in erster Linie darauf ausgerichtet, deinen Körper bei den Rückbildungsprozessen zu unterstützen. Hier steht wieder die Beckenbodenmuskulatur und die Bauchmuskulatur im Vordergrund. In meinen Kursen lege ich zudem großen Wert darauf, auch alle anderen Muskelgruppen mit einzubeziehen. Unser Körper funktioniert am besten, wenn er im Gleichgewicht ist. Ein einseitiges Training einer Muskelgruppe kann in Folge zu Haltungschäden und Schmerzen führen. So trägt Dein Rückbildungskurs zusätzlich zu einem besseren Körpergefühl bei,  gibt mehr Kraft und  Energie für Deinen Alltag und beugt Schulter-, Nacken- und Rückenschmerzen durch Stillen und/oder Tragen deines Kindes vor. 

(Kurstermine)